GEMEINDEBRIEF Zum Gemeindebrief-Archiv
September / Oktober 2019
Grußwort
Momentan ist das Wetter im Umbruch. Tagsüber ist es so warm und manchmal schwül, dass es im Büro oft nur schwer auszuhalten ist. Dann wieder ist die Luft abends schon so kalt, dass ich nicht mehr lange auf der Terrasse sitzen kann. Und wenn mal ein wenig Regen fällt, riecht es irgendwie schon nach Herbst.
Die Stimmung passt zum Gemeindebrief für September und Oktober, den „Herbst-Brief“. Mal ehrlich, einen ewigen Sommer würden wir ja gar nicht wollen. Egal, welches Wetter gerade herrscht, irgendetwas passt uns daran nicht. Zu warm, zu kalt, zu trocken, zu nass – nur genau richtig ist es nie.
Uns fällt es schwer, dankbar zu sein. Dieses Gefühl, dass es genau richtig ist, fehlt uns irgendwie. Da ist es gut, wenn wir uns an Erntedank daran erinnern dürfen, was Gott alles für uns getan hat. Welche Frucht er uns schenkt – auf dem Esstisch, aber auch in unserem ganzen Leben.
Dieses Gefühl, dass es genau richtig ist, wie es jetzt gerade ist: Das will ich mitnehmen in jeden Tag, egal ob warm oder kalt, ob trocken oder nass.
Einen schönen Herbst wünscht Euch
Lutz Vogt
Erntedank-Gedicht
Danken ist nicht mehr modern, bruddeln tun wir alle gern.
Wir sagen laut, was uns nicht passt, dabei vergessen wir wohl fast,
dass vieles auch zum Danken wär. Doch fällt uns dieses oft so
schwer.
Mal laut zu sagen, was uns freut, wie oft
schon haben wir´s gescheut.
Dem Einzigen die Ehre geben, der jeden Tag zu unserm Leben,
das gibt, was wir grad nötig haben. Gar vielfältig sind seine Gaben.
Er gibt uns Wasser, Luft und Essen, hat keinen Menschen je
vergessen.
Er gibt uns Freunde, Kleidung, Wohnung, schenkt Licht im Dunkel,
Trost und Hoffnung.
Er sorgt für Arbeit und Vergnügen, schenkt Frieden, wo sich zwei
bekriegen.
Er hält die Fäden in der Hand, Anfang und
Schluss ist ihm bekannt.
Und schließlich gibt er seinen Geist, um uns zu zeigen, was es
heißt,
dass er, der Schöpfer, dieser Welt, sich liebend uns zur Seite
stellt.
In seiner Liebe gibt er sich, uns Menschen hin, für Dich und
mich.
Vergebung schenkt er durch seinen Sohn.
Was geben wir ihm? - Nur Spott und Hohn?
Oder kann etwa seine Liebe, in unserm Leben
neue Triebe
entstehen lassen, ihm zu Ehren, die Früchte bringen und sich mehren?
So dass am Schluss die Ernte ihm gehört, und niemand sich mehr daran
stört,
dass Gott das erntet, was er sät. Wenn er dann die zu sich einlädt,
die gerne sind des Königs Gäst´, dann ist erst richtig,
Ernte-Dank-Fest!
Copyright © by Joachim Krebs, 2006, www.christliche-gedichte.de

Einladung zum Tauffest am 6. Oktober 2019
Am Sonntag, den 6. Oktober 2019 feiern wir ein Tauffest in unserem Gemeindehaus. Um auch Gästen von außerhalb die Anreise zu ermöglichen, startet der Gottesdienst erst um 10:00 Uhr!
Erich Lotz wird die Predigt halten, nach dem Gottesdienst feiert die Gemeinde gemeinsam mit den Täuflingen und deren Familien und Gästen beim gemeinsamen Mittagessen ein etwas anderes Erntedankfest.
Der Mandarin
Ich sitze im Gottesdienst – und werde zur Schnecke gemacht. Dabei
war der Predigttext so schön: „Gott ist Liebe“. Darin hätte sich
meine Seele so gerne gebadet, stattdessen eine eiskalte Dusche: „Wie
hässlich und lieblos geht es zu in eurem alltäglichen Leben.“
Die Gemeinde ist nicht nur hässlich. Sie ist in erster Linie schön:
Wir sind getauft, gereinigt, mit Christus wunderbar bekleidet. Wenn
Gott uns sieht, sieht er in uns seinen lieben Sohn.
Rudolf Bohren erzählt: In einem Missionsmuseum hängt das Bild eines feinen chinesischen Mandarins, in köstliche Seide gekleidet. Er blickt in die aufgeschlagene Bibel und sieht sich darin als struppigen Bettler und Räuber. Das will sagen: Gottes Wort deckt unsere Sünde auf.
Aber diese Wahrheit ist nur eine und nicht die ganze Wahrheit.
Gottes Wort macht aus dem Bettler und Räuber einen „Mandarin“!
Diese Wahrheit bezeugt die Taufe. So sollen wir uns sehen, als
erneuerte, wunderbar bekleidete Menschen.
Klaus Eickhoff
gefunden im Neukirchner Kalender