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GEMEINDEBRIEF September / Oktober 2007
Erntedank "Wozu soll man vor dem Essen beten und Gott danken?" fragte ein Kind: "Papa verdient das Geld, gibt es Mama, die kauft ein und kocht das Essen. Das hat doch alles nichts mit Gott zu tun." Stimmt das so? Wir sind doch wirklich unabhängig. Selbst wenn jemand krank wird oder die Arbeitsstelle verliert, so haben wir dafür schließlich unseren Sozialstaat, der dann einspringt. Auch sind unsere Geschäfte immer voll mit Lebensmitteln. Also sollten wir vielleicht diese Erntedankfest besser abschaffen, weil es in der heutigen Zeit keinen Sinn mehr macht? Sehen wir uns die Menschen an, die selbstsicher und ohne Gott leben. Sie rackern und mühen sich ab, planen, sorgen vor, kümmern sich, bedenken jede Kleinigkeit. So lange alles glatt läuft, ist es ja prima. Aber wenn mal etwas schief geht? Dann kommen die ganz großen Sorgen, dann zermartern sie sich den Kopf, dann kommen die schlaflosen Nächte. Wie viel besser haben es da die Christen. Jesus sagt in Matthäus 6, 31 - 33: Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles bedürft. Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. Gott in seiner unendlichen Güte möchte sich um uns kümmern. Wir brauchen es nur zuzulassen. Wer das erlebt hat, wer ganz persönlich an Gott glaubt, weiß, wie gut man schläft, wenn man all seine Probleme an Gott abgeben kann. Man fühlt sich wohl und geborgen, denn man ist in den besten Händen überhaupt. Wenn Gott sich schon dermaßen um uns kümmert, macht es auch Sinn, ihm dafür zu danken. Ein Bauer muss hart arbeiten und die Felder bestellen. Gott lässt dann das Korn wachsen und gedeihen, und es ist alleine seine Entscheidung, wie gut die Ernte wird. Das gleiche gilt letztendlich für sämtliche Berufssparten. Das Erntedankfest ist also für uns moderne Menschen viel mehr als ein Dank für gute Ernte. Es darf auch ein Dank sein für die Arbeitsstelle oder die Schule. Und weil Gott uns so viel schenkt und da ein "Danke" einmal im Jahr doch arg wenig ist, macht es auch Sinn, ihm täglich zu danken. Gerade der Beginn einer Mahlzeit kann so ein Ruhepunkt und ein Augenblick des Dankes sein. Korinna Söhn
Drum, so will
ich wallen, meinen Pfad dahin,
Am 18. August 2007 ist Gertrud "Trudel" Hohmann, von uns gegangen. Die Trauerfeier fand am 23. August 2007 unter der Leitung von Kurt Kerber in unserer Kirche Branchweilerhof statt. Von dort ging der Trauerzug zu unserem Friedhof, wo Trudel Hohmann beerdigt wurde. Trudel Hohmann kam am 22. Januar 1927 als drittes Kind von Theodor und Emma Lichti hier auf dem Hof zur Welt. Mit ihren Brüdern Walter und Gunter wächst sie in der elterlichen Landwirtschaft auf. Während des zweiten Weltkriegs bewirtschaftete die Familie einen Hof in Lothringen, um danach wieder auf den Branchweilerhof zurück zu kehren. Trudel heiratete 1970 nach Landau, kam aber nach dem Tod des Ehemanns Albert Hohmann 1986 erneut zurück auf den Hof. Trudel war der Gemeinde sehr verbunden. Viele Jahre lang fand die Frauenstunde bei ihr statt, bis die Frauenstunde im November 2000 in die neuen Gemeinderäume umzog. Nach ihrem Hirnschlag verbrachte Trudel die letzten Jahre im Pflegeheim in Edenkoben, wo sie Gott schließlich auch zu sich rief. Wir sind Trudel und Gott dankbar für die Liebe und den Dienst in der Gemeinde.
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