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EVANGELISCHE FREIKIRCHE
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GEMEINDEBRIEF
Langsam aber sicher nähern wir uns mit Elia und Elisa unserem Ziel. Im April haben wir uns auf den Weg gemacht, um zu entdecken, wie wir von unserer Vergangenheit lernen können, und dann das Gute behalten, aber nicht da stehen bleiben, sondern weitergehen und weiter wachsen. Die Geschichte, von der wir lernen, ist die von Elia und Elisa, dem Lehrer und seinem Schüler. Wir finden das in 2. Könige 2. Elia soll von Gott weggenommen werden und er sagt Elisa immer wieder, er solle zurück bleiben, doch Elisa will den doppelten Teil des Geistes seines Lehrers und folgt ihm. Auf diesem Weg zum doppelten Teil des Geistes, zu dem was uns nicht nur auf das Niveau unserer Vorfahren, sondern darüber hinaus bringt, waren wir in Gilgal, dem Ort der Entscheidung und der Beschneidung und haben festgestellt, wie wichtig unsere eigene Beziehung, unser Bund mit Gott ist. Wir waren in Bethel, dem Haus Gottes, und haben die Wichtigkeit der Gemeinschaft mit Gott erkannt. Und dann waren wir in Jericho, dem Ort mit den Mauern, und haben etwas gelernt über die Mauern des Neuen, die sich uns entgegen stellen, und dass wir es lernen müssen, selbst auf Gott zu hören. Wenn wir weiter kommen wollen, dann bleibt es nicht dabei, dass wir nur das tun, was wir unsere Vorfahren haben tun sehen. Und heute, in unserer vorletzten Station auf dem Weg mit Elia und Elisa, kommen wir an den Jordan. Es war wieder das gleiche Spiel. Elia sagt Elisa, er solle doch in Jericho zurück bleiben. Die Propheten in Jericho fragen, ob Elisa sich nicht bewusst sei, dass es mit seinem Mentor zu Ende ginge und Elisa lässt sich trotzdem nicht abweisen. Und so kommen die beiden an den Jordan. Dieser Fluss bildet eine natürliche Grenze zum Land Israel. Auch das Volk Israel nach der Wüstenwanderung hat an diesem Ort gestanden. Für sie hat Gott den Fluss geteilt wie das Rote Meer, so dass sie hindurch ziehen konnten. Hier nimmt Elia seinen Mantel, rollt ihn zusammen und schlägt damit in das Wasser. Und das Wasser teilt sich. Genau wie damals. Gott bereitet den Weg. Und Elisa geht mit Elia durch den trockenen Fluss ans andere Ufer. Am Jordan sehen wir zwei Dinge, die wichtig sind, wenn wir voll in das eintauchen möchten, was Gott für uns hat. Es ist die Stelle, an der Gott den Weg bereitet, aber auch die Stelle, an der wir diesen Weg gehen. Gott bereitet den Weg, für das Volk wie für diese beiden. Er tut das in seiner Allmacht, denn nichts ist Gott unmöglich. Und so erscheint da auf einmal ein Weg, den es nach unserem menschlichen Ermessen überhaupt nicht geben kann. Es teilt das Meer, er teilt den Fluss, und ER schafft Wege. Wir sind dazu berufen, diese Wege Gottes zu gehen. Elia und Elisa konnten nicht einfach irgendwo über den Fluss, sondern nur da, wo Gott gewirkt hat. Auch wir können nicht einfach da etwas tun, wo wir wollen, sondern sind dazu berufen, das zu tun, was Gott für uns vorher vorbereitet hat, den Weg zu gehen, den Gott für uns geöffnet hat (Eph 2,10). Es ist auch nicht verwunderlich, dass gerade der Jordan der Fluss war, in dem getauft wurde. Der Jordan ist ein Ort, an dem es auf den Gehorsam ankommt. Zu sehen, was Gott tut und ob wir es verstehen oder nicht, im Gehorsam zu folgen. Gehorsam ist sehr zentral, um im Glauben weiter zu kommen. Nach der eigenen Entscheidung, mit Gott zu leben (Gilgal) und der Gemeinschaft mit Gott (Bethel), nachdem wir uns auf neues einlassen und gelernt haben, Gott selbst zu hören (Jericho) ist der nächste Schritt, Jesus nicht nur Heiland und Erretter sein zu lassen, sondern HERR. Und das zeigt sich in unserem Gehorsam (Lukas 6,46). Wollen wir alles, was Gott für uns hat, den ganzen Segen, dann werden wir an dem Gehorsam Gott gegenüber nicht vorbei kommen. Einem Gehorsam, der da durch oder in den Fluss geht, wo Gott einen Weg gemacht hat, nirgends anders. Ich weiß, keiner hört gerne etwas über Gehorsam. Doch es ist die beste Entscheidung, die wir treffen können, Jesus wirklich Herr unseres Lebens sein zu lassen, denn er hat immer nur das Beste für uns im Sinn. Nächsten Monat werden wir dann betrachten, wie die Geschichte mit Elia und Elisa ausgegangen ist, und wie sie mit uns ausgehen kann. Erich Lotz junior
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