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GEMEINDEBRIEF Oktober 1998
Grußwort
Leider erscheint auch dieser Gemeindebrief erst eine Woche später als
eigentlich geplant. Aber Karin hatte sich den Finger angebrochen, die
Bibelausarbeitung kam erst später, die Termine ebenso, wir hatten
viel zu tun, nach der Hochzeit und unserem Urlaub, im Geschäft ist
viel los und zu meinem Vater mußte ja auch mal wieder und auch sonst ist immer viel los
und es hört gar nicht auf...
Ja, so könnte es wohl noch eine Weile weitergehen. Aber wenn ich es
genau betrachte, haben wir gar keinen Grund, uns zu beklagen. Ganz im Gegenteil!
Meine persönliche "Ernte" ist natürlich nicht nur im
Herbst, sondern das ganze Jahr über, und das geht sicher vielen so, die im Beruf stehen
und nicht so mit der Scholle verwachsen sind. Dennoch ist es gut, ein Fest zum Anlaß zu
nehmen, einmal über all das nachzudenken (und sich daran zu freuen!), was Gott uns
geschenkt hat.
Für mich ist das Erntedankfest aber auch immer wieder Grund zum
Staunen und Innehalten. Wenn die Kirche für Erntedank festlich geschmückt ist, sehen wir
es direkt vor Augen: Alles Leben kommt von Gott! Und Gott schenkt uns dieses Leben,
draußen in der Natur wie auf den Äckern, Feldern und Gärten, in reicher Fülle.
Wir beide, Karin und ich, haben diesen Herbst auch einen ganz
besonderen Grund zum Danken: Denn wir hatten eine schöne Hochzeit mit einem wunderbaren
Gottesdienst und viele liebe Gäste, die sich mit uns gefreut haben! Und deshalb sage ich
an dieser Stelle von ganzem Herzen "Danke, Gott, für all das Gute, daß Du uns
geschenkt hast und was Du uns in Zukunft schenken willst!"
Ein schönes Erntedankfest wünscht Euch
Lutz Vogt
Erntedankfest
Danken ist nicht mehr modern, bruddeln tun wir alle gern.
Wir sagen laut, was uns nicht paßt, dabei vergessen wir wohl fast, daß vieles auch zum Danken wär. Doch fällt uns dieses oft so schwer.
Mal laut zu sagen, was uns freut,
wie oft schon haben wir´s gescheut.
Dem Einzigen die Ehre geben,
der jeden Tag zu unserm Leben,
das gibt, was wir grad nötig haben.
Gar vielfältig sind seine Gaben.
Er gibt uns Wasser, Luft und Essen,
hat keinen Menschen je vergessen.
Er gibt uns Freunde, Kleidung, Wohnung,
schenkt Licht im Dunkel, Trost und Hoffnung.
Er sorgt für Arbeit und Vergnügen,
schenkt Frieden, wo sich zwei bekriegen.
Er hält die Fäden in der Hand,
Anfang und Schluß ist ihm bekannt.
Und schließlich gibt er seinen Geist,
um uns zu zeigen, was es heißt,
daß er, der Schöpfer, dieser Welt,
sich liebend uns zur Seite stellt.
In seiner Liebe gibt er sich,
uns Menschen hin, für Dich und mich.
Vergebung schenkt er durch seinen Sohn.
Was geben wir ihm? - Nur Spott und Hohn?
Oder kann etwa seine Liebe,
in unserm Leben neue Triebe
entstehen lassen, ihm zu Ehren,
die Früchte bringen und sich mehren?
Sodaß am Schluß die Ernte ihm gehört,
und niemand sich mehr daran stört,
daß Gott das erntet, was er sät.
Wenn er dann die zu sich einlädt,
die gerne sind des König´s Gäst,
dann ist erst richtig Ernte-Dank-Fest!
gefunden im Internet von Lutz Vogt
"Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind
Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch
bermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den
wir rufen: Abba, lieber Vater!"
Römer 8,14-15
Knecht- oder Kindschaft??
Wir alle kennen das Gleichnis, das Jesus in Lukas 15,11-32
erzählt. Es ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn. In diesem Gleichnis
geht es um einen Sohn, der von seinem Vater sein Erbe vorzeitig einfordert. Als der Vater
ihn auszahlt geht er weg und wirft sein ganzes Geld zum Fenster hinaus. Als er
pleite ist muß er eine für einen Juden absolut undenkbare, erniedrigende Arbeit
annehmen, Schweine hüten, um zu überleben. In seiner Not erinnert er sich daran, daß es
Zuhause die Knechte seines Vaters besser haben als er und er beschließt, sich seinem
Vater als Knecht anzubieten. Doch als er nach hause kommt empfängt ihn sein Vater, der
die ganze Zeit auf ihn gewartet hat, wieder als Sohn.
Eine alte Geschichte, die immer wieder verwendet wird, besonders in
Kinderstunden und bei Evangelisationen. Es wird immer wieder betont, daß wir der Sohn
sind, der seinen Vater verlassen hat, und daß Gott der Vater ist, der uns zurück
erwartet, und das ist gut und richtig so, doch laßt uns ein wenig näher betrachten, was
in dem Sohn vor sich geht, besonders als er nach Hause kommt.
Vor der Umkehr des Sohnes steht eine Erkenntnis. "Ich habe
gesündigt und bin es nicht länger wert, dein Sohn zu sein!", so sagt er zu seinem
Vater. Der Sohn erkennt, daß er keine Rechte mehr hat, aber er hofft darauf, daß sein
Vater Gnade vor Recht ergehen läßt und ihn als Knecht annimmt. Diese Erkenntnis ist
Grundlegend, auch in unserem Leben. Wir sind es nicht einmal wert, Gottes Knechte zu sein
und es ist schon Gnade, wenn Gott uns als Knechte aufnimmt.
Doch der Vater nimmt der Sohn nicht als Knecht auf, sondern wieder als
Sohn. Er ist noch viel gnädiger, als es sich der Sohn erträumt hatte. Der
Vater hat kein Interesse an noch einem Knecht, er möchte seinen Sohn
zurück, der, wie er sagt, "... tot war, und nun wieder lebendig geworden ist, der
verloren war und ist gefunden worden!"
Wenn wir nun in Römer 8 lesen, daß wir nicht einen knechtischen Geist
empfangen haben, sondern einen kindlichen Geist, dann geht das genau darauf zurück, was
Jesus im Gleichnis vom Verlorenen Sohn schon gesagt hat. Gott nimmt uns nicht als Knechte
auf, sondern als seine Kinder. Doch scheinen wir damit Schwierigkeiten zu haben, sonst
müßte Paulus das nicht so betonen. Wir haben doch sehr die Tendenz, an dem Plan fest zu
halten und an den Vorstellungen, die wir uns machen. Der verlorene Sohn hatte sich alles
schön ausgerechnet. Er hatte die Erkenntnis, daß er die Gnade des Vaters braucht, daß
er sich versündigt hat, und er dachte sich: "Ein Leben als Knecht bei meinem Vater
ist immer noch viel besser als das Leben, das ich hier führen muß!" und er geht
zurück in der Hoffnung Knecht sein zu dürfen.
Das war sein Plan und seine Hoffnung. Jesus erzählt nicht von der
Reaktion des Sohnes, als sein Plan nicht aufgeht, sondern bei weitem übertroffen wird.
Denn am Anfang wollte er ja kein Sohn mehr sein, wollte er das überhaupt wieder?
Wollen wir eigentlich diese Kindschaft, oder bleiben wir auch daran
hängen, als Knechte zu Gott zu kommen? Die Erkenntnis, wer wir sind in unserer
Sündhaftigkeit und daß wir es nicht wert sind, Gottes Kinder zu sein, ist die
grundlegende Erkenntnis, die uns zum Vater zurück bringt, doch dürfen wir da nicht
stehen bleiben und uns selbst nur als Knechte sehen, denn Gott nimmt uns nicht als Knechte
an, sondern als seine Kinder.
Laßt uns nicht festhalten, an dem Plan, den wir gefaßt haben, als Knechte zurück zu
kommen, und laßt uns nicht stehen bleiben in der Erkenntnis unserer Sündhaftigkeit und
laßt uns wachsen in dem Geist der Kindschaft, den Gott uns geben will.
Erich Lotz junior
Ergebnisse
der Mitarbeiterbesprechung ...
Auf der Mitarbeiterbesprechung am 08.09.98 wurden folgende Themen besprochen:
- Termine
Die Termine für den Oktober wurden besprochen.
- Missionsarbeit in Halle
Das DMMK stellte eine Anfrage, ob die Missionsarbeit in Halle
weitergeführt werden solle. Wir sind übereingekommen, daß wir diese begonnene Arbeit in
Halle weiterhin bejahen.
- Gottesdienste
Es kam die Frage auf, ob wir den Gottesdienst des 5 Sonntags (ca. jeden 3. Monat)
ausfallen lassen sollten - auch um Gelegenheit zu geben, Kontakte nach außen zu pflegen.
Wir sind noch zu keiner Antwort gekommen

Hören, was gut ist
Erntedank und Missionsfest des Verbandes
Das Erntedank und Missionsfest des Verbandes findet am 25.10.1998 um 10.00 Uhr in
Weissach i.T. in der Seeguthalle statt. Das Programm:
Ankommen, einander begrüßen, singen, Gott einladen...
Hören, was gut ist - für Kinder
mit Doris Bossart
Danken, loben, bitten...
Hören, was gut ist - junge Menschen in Mission
mit Marlin Watling, Steve Norton
Hören, was gut ist - das DMMK, herausgefordert von der Zukunft
mit Herbert Hege
Hören, was gut ist - aus Gemeinden und Gemeindeaufbau
mit Anna Janzen, David Neufeld, Sebastian Heym und Marvin Goossen
Stillwerden, hören, empfangen...
Hören, was gut ist - Predigt
mit Frieder Boller
Einander begegnen, miteinander essen,
12.30 Uhr Mittags- und Kaffeetisch
Kinder sind beim Anfang des Gottesdienstes dabei und sammeln sich
dann zum Kinderprogramm. Kinder bis 6 Jahre werden in der Seeguthalle von Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen der Gemeinde Überlingen betreut. Das Kinderprogramm für 6 bis
14jährige findet in den Räumen der Mennonitengemeinde Backnang statt und wird von
Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Gemeinden Meßkirch, Pfullendorf und Überlingen
gestaltet
Einladungen mit Anfahrtsbeschreibungen liegen in der Kirche aus
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