MENNONITENGEMEINDE BRANCHWEILERHOF
EVANGELISCHE FREIKIRCHE
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GEMEINDEBRIEF
Du krönst das Jahr mit deinem Gut,Psalm 65,12
Eine Frage des Fokus Lange sind wir nun Elija und Elisa gefolgt. Von Gilgal über Bethel nach Jericho, und von dort an den Jordan und haben ihn überquert. All das finden wir in 2. Könige 2. Und jetzt sind wir am Ende dieser Reise angekommen. Angefangen haben wir auf der Suche nach der doppelten Salbung, dem doppelten Segen der Eltern. Unser Anliegen war, von unseren Vorvätern zu lernen, aber dort auch nicht stehen zu bleiben, sondern weiter zu gehen und auf der Grundlage, die sie gelegt haben, weiter zu bauen. Wir sind also Elisa gefolgt, der seinem Mentor und geistlichen Vater Elija gefolgt ist und einige Orte angesteuert hat, die schon für Josua von Bedeutung waren, nachdem sein Mentor Mose ihn verlassen hatte. Und nun stehen wir an der letzten Station, bevor Elisa wirklich seinen Dienst aufnimmt. Elija und Elisa wissen beide, dass ihre gemeinsame Zeit vorbei ist. An diesem Punkt gewährt Elija Elisa eine letzte Bitte. Und Elisa bittet um eine doppelte Portion der Salbung, die auf Elija war. Doppelt soviel Kraft und Autorität durch den Geist Gottes wie es sein Lehrer hatte??? Ist das nicht ein bisschen gewagt und übermütig? Kann man so etwas denn erbitten?? Ich denke, es war sehr demütig von Elisa, darum zu bitten, denn er verstand zwei Dinge: 1. Er wusste, dass er nicht so weit und so reif war wie sein Mentor und dass er von daher für die gleiche Aufgabe doppelt soviel Hilfe benötigte wie Elija und er hatte die Demut, um diese Hilfe zu bitten. 2. Elisa wollte nicht bei dem stehen bleiben, was sein Lehrer ihm mitgegeben hatte, er wollte weiter gehen. Er hatte gesehen, wie weit Elija gekommen war und wusste, dass er doppelt soviel der Zuwendung Gottes brauchte, um von dem erreichten Punkt aus weiter zu gehen. Auch wir müssen diese beiden Punkte lernen. Wenn wir Reich Gottes bauen wollen, können wir das nicht aus eigener Kraft, wir brauchen die Kraft des Heiligen Geistes, die Salbung Gottes. Und wir müssen verstehen, dass Gott uns unser geistliches Erbe nicht gegeben hat, damit wir darauf sitzen bleiben und uns nach der Zeit zurück sehnen, als die Mennoniten noch effektiv waren, sondern um daran an zu knüpfen und es weiter zu tragen. Und um dieses Werk weiter zu entwickeln, das Gott mit unseren Vorvätern angefangen hat und das er durch uns nicht nur konservieren sondern weiterführen möchte, brauchen wir auch die doppelte Portion der Kraft und Autorität, die die ersten Täufer hatten. Nun, Elisa bat also um das Doppelte von dem, was er in Elija sah. Doch davor musste er sich noch in einer Prüfung bewähren. Elija wusste, dass nur Gott eine solche Bitte gewähren konnte. Und er wusste, auf was es ankam. Elija sagte Elisa, dass Gott seine Bitte erfüllen würde, wenn er ihn sehe, während er weggenommen wurde. Und dann ging der Himmel auf, ein feuriger Wagen kam aus dem Himmel, nahm Elija auf und verschwand wieder gen Himmel. Ich weiß nicht, auf was ich in einem solchen Moment gesehen hätte. Auf den offenen Himmel, auf dieses überwältigende Schauspiel des feurigen Wagens mit diesen feurigen Pferden?? Auf mich selbst?? Hätte ich Angst gehabt oder angefangen, mir theologisch oder wissenschaftliche Gedanken zu machen, ob das denn überhaupt möglich ist?? Elisa sah weiter auf Elija. Er ließ sich nicht ablenken von dem spektakulären Ereignis, das er zweifellos mitbekam. Er kümmerte sich auch nicht um sich selbst. Er sah weiter auf seinen Herrn. Er behielt die Ausrichtung, den Fokus, auf seinen Herrn zu schauen. Er ließ sich nicht ablenken. Wir sehen oft auf alles mögliche. Auf das Spektakuläre, auf uns selbst, auf den offenen Himmel usw. Der Schlüssel zur Salbung, der Kraft, die uns im Glauben und im Bau des Reiches Gotte weiter bringt, ist, auf unseren Herrn zu sehen, und uns von nichts und niemanden dazu bringen zu lassen, diesen Fokus zu verlieren. Elisa tat genau doppelt so viele Wunder wie Elija. Alles was Elija tat, das tat Elisa auch, nur doppelt soviel. Gott hörte seine Bitte und gewährte sie. Seinen Jüngern hat Jesus gesagt, dass sie die gleichen Werke tun würden wie er, und darüber hinaus noch größere (Joh. 14,12). Lasst uns also um die doppelte Salbung Gottes bitten, im Glauben auf unseren Herrn sehen und lasst uns diesen Fokus nicht verlieren. Erich Lotz junior
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