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GEMEINDEBRIEF
März / April 2008
Grußwort
Manchmal frage ich mich immer noch,
was ich in den Gemeindebrief schreiben soll. Wenn man aber alle
Ereignisse unseres Jahres 2008 zusammenfasst, sieht man, dass sich
ziemlich viel tut in unserer Gemeinde.
Das Jahr 2009 hat durchaus
Chancen, wieder gut ausgefüllt zu sein. Vielleicht stehen weniger
verschiedene Themen an, aber dafür um so mehr Arbeit mit unseren
zukünftigen Gemeinderäumen. Nun hatte ich eigentlich vor, mit der
Bauerei ein wenig kürzer zu treten, um mich wieder mehr auf meine Arbeit
konzentrieren zu können, aber hier können wir „Gemeindebau“ einmal ganz
wörtlich nehmen. Und das in mehrfacher Hinsicht: Natürlich bei der
Tätigkeit, die Scheune nach und nach unseren Wünschen und Bedürfnissen
gemäß auszubauen. Aber auch im Sinne des Wachsens unserer Gemeinde nach
innen und außen.
Ein solches Projekt schafft eine ganz
enge Gemeinschaft durch die gemeinsamen Anstrengungen - im körperlichen
wie übertragenen Sinne. Und es bietet uns die Chance auf Wachstum nach
außen, weil wir uns viel leichter tun können, Menschen in unsere
Gemeinde einzuladen, wenn wir mit unseren Räumen präsenter und näher an
der Kirche sind.
Als wir unser Gemeindejubiläum
gefeiert haben, war noch kein Gedanke an neue und größere Räume. Wir
hätten ungläubig geschaut, wenn uns jemand gesagt hätte, dass wir nur
ein Jahr später wahrscheinlich mitten in den Vorbereitungen oder gar den
ersten Ausbautätigkeiten sind. Und wenn wir unsere erste Veranstaltung
in den neuen Räumen feiern, können wir mit dem „ungläubigen“ Thomas voll
Dankbarkeit rufen
„Mein Herr und mein
Gott!“
Frohe Ostern wünscht Euch
Lutz Vogt
Kurz
berichtet von der Jahreshauptversammlung
Die Jahreshauptversammlung der Gemeinde fand am 22. Februar im
Anschluss an den Gottesdienst statt. In seinem Jahresbericht begann
Heiner Becker mit dem Gedenken an die Toten der Gemeinde im letzten
Jahr: Annemarie Hartenhauer († 04.08.2008), Marianne Perrey (†
14.12.2008) und schließlich Erich Lotz († 26.12.2008).
Es gab aber auch viele positive Ereignisse, an die wir uns gerne
erinnern: die Begegnungsabende der drei Mennonitengemeinde in Neustadt
und unser gemeinsamer Gottesdienst und Höhepunkte wie die
Gemeindefreizeit, das 325-jährige Jubiläum an Pfingsten sowie unser
derzeit wichtigstes Thema, die Vorbereitungen zum Kauf der
gegenüberliegenden Scheune (Branchweilerhof 10b).
Heiner Becker dankte ferner allen, die einen Dienst in der Gemeinde
tun, sei es Kinderstunde, Predigtdienst, Gottesdienst-Leitung,
Kirchendienst, Orgelspiel, Gemeindebrief, Teentreff oder
Glaubens-Unterweisung sowie allen, die die Gemeinde im Gebet
unterstützen.
Nach dem Kassenbericht von Wanda Schowalter und dem Bericht des
Kassenprüfers, der keine Beanstandungen hatte, wurde der Vorstand
einstimmig entlastet bei Enthaltung des Vorstands selbst.
Es folgten die Berichte der Arbeitsgruppen: Christel Lotz über die
Frauenstunde, Lisa Adams über die Kinderstunde, Jürgen Schowalter über
den Hauskreis, Udo Adams über Teentreff und Glaubens-Unterweisung sowie
erneut Jürgen Schowalter über die Arbeit des Vorstands.
Bei den Wahlen wurden die beiden turnusgemäß ausscheidenden
Vorstandmitglieder Jürgen Schowalter und Heiner Becker mit großer
Mehrheit wieder gewählt.
Danach stellten Gisela Lichti und Frank Lichti kurz vor, warum sie
der Gemeinde beitreten wollten, und wurden beide mit großer Freude in
die Gemeinde aufgenommen.
Zu den Bauangelegenheiten Branchweilerhof 10b gab es die erfreuliche
Nachricht, dass nun der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen ist. Die
ESN werden das Gebäude bis zum 31.3.2009 räumen. Es wurde kurz die
Einrichtung eines Bauausschusses diskutiert. Dessen Aufgaben wurden aber
der Mitarbeiter-Besprechung übergeben, um allen Interessierten die
Möglichkeit zu geben, sich mit ihrem Wissen und Engagement einzubringen.
Schließlich wurden die dürren Bäume auf der Nordseite des Friedhofs
besprochen, entsprechende Maßnahmen sollen aber ebenfalls in der
Mitarbeiter-Besprechung beschlossen werden.
Lutz Vogt
Einladung zum Abendmahl
Denn der Herr
Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot, dankte und
brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch
gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser
Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's
trinket, zu meinem Gedächtnis.
Am Karfreitag, den 10.04.2009, wollen wir im Rahmen des
Gottesdienstes zusammen mit Kurt Kerber gemeinsam das Abendmahl
miteinander feiern. Wir laden alle dazu herzlich ein!

Des Christen Herz auf Rosen
geht,
Wenn's mitten unterm Kreuze
steht.
Martin Luther (1483 -
1546), deutscher Theologe und Reformator
Thomas antwortete und sprach zu ihm:
Mein Herr und mein Gott
Johannes 20,28
Thomas ist mein Freund unter den Aposteln.
Ich mag nicht, wenn man ihn den „Ungläubigen“ nennt. Wenn er ungläubig
ist, dann bin ich’s auch.
Aus seiner Geschichte lerne ich, dass man
abseits von den anderen Jesus kaum begegnet. Dann ist man „außen vor“
und eigentlich arm dran.
Dass Thomas die Wundmale sehen will, ist
verständlich. Er will keinem Gerücht, keinem Phantom aufsitzen. Dass
Jesus ihm die Wundmale zeugt, gibt zu denken: Der Auferstandene ist der
Gekreuzigte, die Wunden bleiben, und bis heute sind Menschen an ihren
ganz eigenen Narben und Lebensverwundungen zu erkennbar.
Wie Jesus sollten wir den Mut haben, sie
zu zeigen. Über die Wunden lernen wir Jesus - und die Menschen - anders
und tiefer kennen, so tief, wie der Ausruf des Thomas reicht: „Mein Herr
und mein Gott!“
Vorher hat er argumentiert und verhandelt.
Jetzt bekennt er:
„Mein Herr und mein Gott!“ Das kann ein Gebet des Herzens werden; es ist
Abschluss und Frucht eines Weges, der von „draußen“ nach „drinnen“
führt: Dahin, wo Jesus „in die Mitte tritt“, in die Mitte auch unseres
Herzens.
gefunden von Karin
Kuppetz im Neukirchner Kalender
Das
Bild zeigt die Holzskulptur „Das Wiedersehen“ von Ernst Barlach aus dem
Staatlichen Museum Schwerin.
Jesus steht aufrecht wie ein Ausrufezeichen, Thomas gekrümmt wie ein
Fragezeichen. So geht es auch uns oft: beladen mit Fragen und Sorgen,
mit Schuld und Zweifeln sind wir gekrümmt wie ein Fragezeichen.
Wer
seine Lebenslast Jesus übergeben kann, der findet Halt an ihm, der wird
nicht weggeschickt. Ja, der kann selbst vom Fragezeichen zum
Ausrufezeichen werden, mit dem tief gefühlten Ausruf:
„Mein
Herr und mein Gott!“
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