GEMEINDEBRIEF
März 2003
Grußwort
Der Gemeindebrief kommt diesmal leider später als
üblich – irgendwie war der Februar dieses Jahr zu kurz. Diesmal ist er
ein richtiges Gemeinschaftswerk, mit Beiträgen von Christel Lotz
(Mitarbeiterbesprechung), Erich Lotz (Bibelausarbeitung) und Wanda
Schowalter (Gemeindeversammlung). Vielen Dank an Euch für die Mitarbeit
am Gemeindebrief!
„Miteinander“ ist heutzutage selten geworden. Zwar
ist „Teamwork“ inzwischen aus dem Sprachgebrauch fast nicht mehr
wegzudenken. Aber eigentlich denken die Menschen doch lieber zuerst einmal
an sich. Der Staat muss sparen? Ja, natürlich, aber doch nicht an mir!
Helfen ist nicht mehr modern („es wird schon irgendeine Behörde geben,
die dafür zuständig ist“) und die „Ich-AG“ war das Unwort des
Jahres 2002.
Das Reich Gottes auf Erden gibt es aber nicht im
stillen Kämmerlein, nur zwischen Gott und mir, sondern nur mit meinem
Nächsten, mit der Gemeinde, eben miteinander, in der Gemeinschaft.
Einen schönen März wünscht Euch
Lutz Vogt
Protokoll der Mitgliederversammlung (MGV) der
Mennonitengemeinde Branchweilerhof am 23.02.2003
Die Leitung der MGV hat der
Vorsitzende Heinrich Becker.
Er begrüßt die
Anwesenden Mitglieder mit Epheser 1, 3-7, Gebet und Lied 316.
Es wird festgestellt,
dass ordnungsgemäß geladen wurde, die MGV somit beschlussfähig ist
und nun eröffnet werden kann.
1. Jahresbericht 2002
von Heinrich
2. Kassenbericht 2002
von Harald Becker
Helmut Lichti regt an, die Spendenquittung um einen Satz zu erweitern,
so dass mehr als 10 % der Spenden bzw. Beiträge von der Steuer
abgesetzt werden können.
3. Bericht des
Kassenprüfers Klaus Dalügge
4. Antrag auf Entlastung
von Vorstand und Rechner von Klaus Dalügge: Vorstand und Rechner werden
einstimmig von den Mitgliedern entlastet.
5. Berichte der
Arbeitsgruppen
Frauenstunde –
Christel
In den Gemeinderäumen
sind sie ca. 8 – 10 Personen. Sie machen eine Bibelbetrachtung mit
anschließendem Gespräch. Grundlage ist das Heft „Treffpunkt Bibel“.
Anschließend gibt es Kaffe und Kuchen.
Jugendhauskreis –
Titin
Wöchentlich in den
Räumen mit 7 – 10 Jugendlichen. Ablauf: Lobpreiszeit, Biblische
Geschichten, Kochen oder Basteln.
Es ist angedacht, dass
der Jugendhauskreis mit Jugendlichen der Brüdergemeinde Hetzelstraße
zu einem Hauskreis zusammenkommt.
Kinderstunde – Titin
Parallel zum
Gottesdienst sind in den Gemeinderäumen 7 Kinder sowie Sara und Johanna
Dalügge zusammen. Im letzten Jahr wurden Stundenentwürfe des JUWE
verwendet, sowie das Weihnachtsspiel vorbereitet. Dieses Jahr ist bis
jetzt das Thema David.
Hauskreis – Titin
8 Personen bei Wanda und
Jürgen Schowalter. Themen waren Hosea und Glaubensfragen einzelner
Teilnehmer. Dieses Jahr haben wir angefangen mit dem Buch „Das Gebet
des Jabez“.
6. Verschiedenes
Elfriede Hege regt an,
die MGV an den Gottesdienst anzuhängen und anschließend ein
gemeinsames Mittagessen. Dieser Vorschlag wird in der
Mitarbeiterbesprechung behandelt.
Erich Lotz sen.
schließt die MGV mit einem Gebet. Danach Lied 417.
28. Februar 2003, Wanda
Schowalter
Das Teppichklebeband
Über Sünde und Vergebung
und so haben wir ja schon vieles gehört. Und die meisten von uns haben es
für sich auch angenommen, dass wir Vergebung brauchen usw. Auch die
Notwendigkeit, selbst zu vergeben, wird oft gesehen. Jesus lehrt uns
immerhin zu beten: „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren
Schuldnern vergeben haben.“ (Mt. 6,12, Elbf. Übersetzung)
Wenn wir uns das so
vorstellen, ist das ganz schön hart: Wenn ich in dem Maß von Gott
vergeben bekomme, in dem ich selbst vergeben habe, dann sieht es manchmal
ganz schön düster aus. Besonders da, wo ich denke, ich kann nicht
vergeben. Denn das verhindert ja dann auch, dass ich Vergebung empfange.
Um diese ganze Dynamik
etwas zu klären möchte ich ein kleines Bild gebrauchen. Sünde ist wie
Teppichklebeband. Das ist ja Klebeband, dass auf beiden Seiten klebt und
zwei Dinge zusammen hält.. Jedes Mal, wenn wir etwas falsch machen oder
etwas zwischen Menschen schief geht, kleben sie mit diesem Klebeband
zusammen und haben eine ungesunde Beziehung, durch die beide gehindert und
beeinträchtigt werden.
Will man davon wieder
befreit sein, dann muss man den Kleber lösen. Und das Lösemittel auf der
Seite des Schuldigen ist Buße, das auf der Seite des Opfers ist
Vergebung. Was wir dabei nicht vergessen dürfen ist, dass die beiden
Seiten getrennt voneinander behandelt werden müssen. Denn die Buße
dessen, der mir etwas getan hat, löst das Klebeband auf meiner Seite
nicht ab, sondern nur meine Vergebung. Genauso kann ich aber auch
vergeben, ohne das mein Gegenüber Buße tut und so mit den Kleber von mir
lösen.
Passiert Buße ohne
Vergebung oder Vergebung ohne Buße, rennen Menschen mit Klebeband herum,
das sie festklebt, wo immer sie anecken. Und wir kennen das alle. Wenn wir
etwas getan haben, das nicht in Ordnung war und wir haben es nicht
bereinigt, wie wir eigentlich wissen, dass wir es tun sollten, so sind wir
gehemmt, übersensibel und können uns nicht frei bewegen, wir kleben
fest. Oder wenn uns etwas zugestoßen ist, der Andere hat sich
entschuldigt, wir aber nicht vergeben, dann sind wir auch nicht frei. Es
ist also unbedingt notwendig, beides zu praktizieren, Buße und Vergebung,
um frei zu sein.
Was ist nun aber damit,
dass wir manchmal einfach so tief verletzt sind, dass wir einfach nicht
vergeben können? Da müssen wir erst einmal sehen, was Vergebung
überhaupt ist, und was es nicht ist. Vergebung ist nicht das
Allheilmittel, das alles wieder gut macht, es ist auch nicht das Ende
eines Heilungsprozesses und einer Zeit der Verarbeitung. Vergebung heißt
auch nicht, ich muss alles vergessen. Vergebung ist auch kein Gefühl,
Vergebung ist primär eine Entscheidung, die ich mit meinem Willen treffe.
Meine Vergebung ist die Einladung an Gott, zu kommen und wieder in Ordnung
zu bringen, was kaputt gegangen ist. Vergebung ist der Anfang eines oft
langen Prozesses, in dem manchmal, nicht immer, auch unsere Gefühle sich
ändern.
Vergebung ist existenziell
wichtig für unsere Christsein. Das Maß, mit dem ich vergebe, ist das,
mit dem mir vergeben wird. Es ist etwas, was wir lernen müssen. Viele
Menschen, auch in Gemeinden, laufen herum und sind mit ihrem Klebeband
eingewickelt, da sie nie gelernt haben, mit dem Lösemittel Vergebung
umzugehen. Jeder von uns kennt die unangenehme Stille, wenn, nachdem etwas
passiert ist, der eine sich entschuldigt und um Vergebung bittet und der
andere nicht weiß, was er jetzt machen soll. Vielleicht sollten wir damit
anfangen, einfach uns gegenseitig die Worte zu sagen, in denen so viel
Heilung liegt: „Ich vergebe dir!“
Erich Lotz junior
Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung
Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom
13.02.2003:
Zu Beginn liest Heiner aus Jes. 63, 9 und Eph. 1-4,
dazu eine Erläuterung und spricht ein Gebet.
1. Termine
Festlegung der Termin für den Monat März
Erich Lotz junior soll für die Predigt an Karfreitag
oder Ostersonntag angefragt werden.
2. Allianz
Udo Adams berichtet über das Mitarbeitertreffen der Allianz.
Wir schließen mit gemeinsamen Gebet.
Christel Lotz
Das Spiel dieser Welt
Du hast das Spiel der Mächtigen dieser Welt nicht
mitgespielt.
Da machten sie kurzen Prozess mit dir.
Und das Böse glaubte über dich zu triumphieren.
Ich will mein Vertrauen auf dich setzen, Jesus.
Ich will ihr Spiel nicht mitspielen.
Doch das Böse klopft immer wieder bei mir an
und findet sein Echo in mir.
Dass es nicht über mich triumphiert, darum bitte ich
dich.
gefunden im Neukirchner
Kalender von Karin Kuppetz
An dich bin ich gebunden, mein König Jesus Christ,
weil ich in dir gefunden, das ewig ist.
Das bin ich zu bekennen vor Freund und Feind bereit.
Ich will der Welt dich nennen, du Herr der Christenheit.
Arno Pötzsch (1900 - 1956), deutscher Liederdichter,
Marineoberpfarrer und Michaels-Bruder
Gefunden im Internet von Lutz Vogt
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