GEMEINDEBRIEF
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Hinweis: Für Juli und August sowie für September / Oktober
haben wir nur die Termine erneuert!
Daher hier der "alte" Gemeindebrief
Mai /
Juni 2020
haben wir nur die Termine erneuert!
Daher hier der "alte" Gemeindebrief
Corona hat uns fest im Griff. In jedem Fernsehkanal gibt es die neuesten Entwicklungen, neue Fallzahlen, Katastrophenmeldungen, jetzt auch Demos gegen die Einschränkungen, aber auch die kleinen und großen Helden des Corona Alltags.
Und irgendwie hängen wir mitten dazwischen. Wir sind betroffen von Kontaktsperren, Maskenpflicht beim Einkaufen und im Gottesdienst, müssen auf einmal Abstand halten zu guten Freunden, Nachbarn und Geschwistern in der Familie oder Gemeinde. Und sind auch wieder nicht betroffen, weil wir entweder gar keine Corona Kranken kennen oder die Kranken, die wir kennen, nicht wirklich krank geworden sind.
Pandemie und doch wieder nicht so richtig. Verständlich, dass fast jeder genervt ist von den Einschränkungen und sich wünscht, endlich wieder sein normales Leben führen zu können. Das geht mir ganz genauso.
Andererseits weiß ich auch, dass wir es wirklich gut getroffen haben. Bei uns in Neustadt ist wirklich fast nichts los. Was bin ich froh darüber! Kaum vorstellbar, dass in Italien die Toten mit Militär-LKW aus der Stadt gefahren wurden, weil es so viele waren, dass man sie nicht mehr beerdigen konnte. Dass Menschen auf den Gängen des Krankenhauses allein und verlassen erstickt sind, weil es zu viele Kranke gab und zu wenige Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger.
Wir streiten uns, ob es nicht noch schnellere Lockerungen geben kann, und immer mehr Verschwörungstheorien sprießen wie Pilze aus dem Boden.
Viele spanische Künstler haben ein tolles Lied dagegengesetzt. „Resistere“ heißt es und stammt aus den späten 80er Jahren. Nun sind die Sänger und Musiker zu Hause und singen und spielen das Lied voller Gefühl, voller Leben und mit vielen Emotionen. Ein Produzent hat die vielen Schnipsel zusammengesetzt zu einem starken Lied. Menschen, die momentan kein Geld verdienen können, die viel stärker als wir hier zu Hause eingesperrt sind und doch davon singen, dass sie standhalten, egal wie das Leben ihnen mitspielt. Wer das Lied hört, wird mitgerissen.
So stelle ich mir vor, wie wir mit Corona umgehen sollten. Und nehme mir vor, das Beste draus zu machen, denn immerhin – wer, wenn nicht wir Christen sollten miteinander und mit Gott das Beste draus machen?
Frohe Pfingsten wünscht Euch
Lutz Vogt
Gedanken zu Corona
Auch wir als Gemeinde Branchweilerhof sind von der aktuellen Ausnahmesituation rund um Corona betroffen.
Unsere Predigtreihe „Genug“ wurde mittendrin einfach unterbrochen. Seit Mitte März haben wir keine Gottesdienste mehr feiern können. Jetzt versuchen wir ganz langsam, wieder ein Stück Normalität zurück zu erobern. Trotzdem sind wir noch weit davon entfernt, wieder zu „Vor-Corona-Zeiten“ zurückzukehren.
Das bedeutet so einiges: Wir werden erst einmal keine gemeinsamen Gottesdienste mit den drei Mennonitengemeinden in Neustadt feiern können, bis es weitere Lockerungen gibt.
Viele unserer Termine veranstalten wir momentan noch Online: Hauskreis, Jugendtreff, Mitarbeiterbesprechung und Vorstandssitzungen gehören dazu. Es kann auch sein, dass wir ab und zu Online-Gottesdienste veranstalten, damit Geschwister, die sonst nicht teilnehmen können, nicht „auf der Strecke“ bleiben.
Auch in unseren Gottesdiensten im Gemeindehaus müssen wir mit Einschränkungen leben. Abstand halten, Masken tragen und auf Gesang verzichten, daran müssen wir uns erst einmal gewöhnen. Es ist aber schön, sich wenigstens wieder direkt zu sehen und austauschen zu können.
Ich finde allerdings, dass nicht alles schlecht ist an „Corona“. Die Krankheit brauchen wir alle nicht, und Sorgen um Freunde und Familie, vielleicht sogar die Trauer um Angehörige, brauchen wir erst recht nicht.
Es ist aber erstaunlich, was sich in Deutschland, in Neustadt und in unserer Gemeinde alles bewegt hat, wie wir uns von heute auf morgen „digitalisiert“ haben. Auf einmal haben wir Predigten Online gestellt, manche sogar als Audio-Datei. Wir haben einen Online Gottesdienst veranstaltet, verwenden Programme wie Skype, Zoom und WhatsApp, wenn auch noch nicht selbstverständlich. Aber wir probieren aus, was wir Neues tun können, um uns auch in dieser Krise weiter zu entwickeln. Ich finde das faszinierend und inspirierend.
Auch unsere Webseite war insbesondere im Februar und März stark besucht. Inzwischen hat sich das wieder normalisiert, aber es fällt auf, dass unsere Online Predigten sehr häufig heruntergeladen wurden und immer noch werden.
Wir machen das nicht, weil wir zeigen wollen, wie toll wir sind oder wie genau wir Vorschriften umsetzen. Sondern weil wir unseren Nächsten lieben, weil uns die Gesundheit unserer Mitmenschen wichtig ist. Wir machen das aber auch, weil wir unseren Nächsten erreichen wollen mit der einen Botschaft, die wichtig ist: Gottes Wort!
Lutz Vogt
Neues vom Seniorentreff
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation pausiert der Seniorenkreis bis nach den Sommerferien.
Unser nächstes Treffen ist somit für den 26.08.2020 geplant. Hoffen wir, dass es klappt!
Seid alle herzlich gegrüßt und bleibt gesund.
Seid gesegnet und behütet durch unseren treuen Gott!
Lisa Adams
Du schickst uns deinen Geist
Du schickst uns deinen Geist,
damit wir dich verstehen,
du sendest uns dein Wort,
damit wir’s weitergeben.
Rund um den Erdenball,
hältst du die Welt in Händen,
dein Wille stets geschieht,
kannst jedes Schicksal wenden.
Du schickst uns deinen Geist,
behütest unsern Weg,
wo du der Leitstern bist,
da kann uns nichts geschehn.
Dein Segen uns begleitet
vom Anbeginn der Welt,
denn du bist Herr und Schöpfer
von Erd und Himmelszelt.
Pfingstgedicht, Autor: Christina Telker,
2019
(www.christliche-gedichte.de)
Freut euch, ihr Christen alle, Gott schenkt uns
Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen
Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz
getan,
Galater 4,4 (Luther 1912)
1. Freut euch, ihr Christen alle,
Gott schenkt uns seinen Sohn;
Lobt ihn mit großem Schalle,
er sendet auch vom Thron
des Himmels seinen Geist,
der uns durchs Wort recht lehret,
des Glaubens Licht vermehret
und uns auf Christus weist.
2. Er lässet offenbaren
als unser höchster Hort
uns, die wir Toren waren,
das himmlisch Gnadenwort.
Wie groß ist seine Güt!
Nun können wir ihn kennen
und unsern Vater nennen,
der uns allzeit behüt’.
3. Verleih, dass wir dich lieben,
o Gott von großer Huld,
durch Sünd dich nicht betrüben,
vergib uns unsre Schuld,
führ uns auf ebner Bahn,
hilf, dass wir dein Wort hören
und tun nach deinen Lehren:
das ist recht wohlgetan.
4. Von oben her uns sende
den Geist, den edlen Gast;
der stärket uns behände,
wenn uns drückt Kreuzeslast.
Tröst uns in Todespein,
mach auf die Himmelstüre,
uns miteinander führe
zu deinem Freudenschein!
Pfingstlied, Autor: Georg Werner (1589 -
1643)
(www.christliche-gedichte.de)