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GEMEINDEBRIEF
Juni 2004
Grußwort
Wenn dieser Gemeindebrief ausliegt, ist
Pfingsten, und der Hauskreis gestaltet den passenden Gottesdienst.
Der letzte Hauskreis-Gottesdienst ist auch schon wieder länger
her, was einerseits gut ist, denn wir alle haben weniger Zeit als
uns lieb ist.
Andererseits sind mir die
Hauskreis-Gottesdienste sehr lieb, denn zum einen machen wir etwas
Gemeinsames zusammen, zum anderen lerne ich viel intensiver über
das jeweilige Thema als ich es aus Predigt oder Lehreinheit je
könnte. Insofern bin ich auch froh über Themen, zu denen mir
entweder vorher nichts einfällt oder ich mich frage, ob dazu nicht
schon alles gesagt ist, denn davon lerne ich persönlich oft am
allermeisten.
Ich merke auch oft, dass ich im Reden nur die
Hälfte von dem herüberbringen kann, was mich in der Vorbereitung
bewegt hat. Dann wünsche ich mir, dass Gott seinen Segen dazu tut
und bei Euch dann doch wieder alles ankommt, was Gott durch uns
sagen will!
Einen schönen Juni und frohe Pfingsten wünscht
Euch
Lutz Vogt
Miteinander leben
In der Pfingstgeschichte im zweiten Kapitel der
Apostelgeschichte findet sich die Bemerkung, dass in Jerusalem Leute
aus der ganzen Welt wohnten. Die folgende lange Aufzählung von
Herkunftsländern könnte auch in Ludwigshafen gelten, nur dass unsere
Welt heute weiter geworden ist. Chinesen und Amerikaner fehlen im
alten Jerusalem noch.
Wer sich dann die Geschichte alter und moderner
Städte anschaut wird finden, dass sie alle eine bunt gemischte
Bevölkerung haben. Sie wirken als magnetische Anziehungspunkte für
Menschen aus Nah und Fern: Rom und Alexandria, New York und Berlin,
Florenz und Ludwigshafen sind sich da ganz ähnlich. Menschen kommen,
während andere gehen: Es sind tausende Ludwigshafener, die für einige
Zeit oder für immer in der ganzen Welt leben.
Die einen arbeiten, andere studieren oder lehren,
machen Urlaub oder verleben die Rente in fernen Ländern. Nur so können
Städte funktionieren, indem sie sich am reichen Austausch von
Menschen, Ideen und Wissen beteiligen und davon in ihrer Gesamtheit
profitieren. Städte, die sich abschotteten, waren schnell einem
rasanten Niedergang ausgesetzt: Das beste Beispiel in Europa war
Tirana in Albanien.
Jetzt kommt das große Aber: Das Zusammenleben der Menschen aus vielen
Kulturkreisen funktioniert nicht automatisch. Auch das berichtet die
Bibel in der Geschichte vom Turmbau zu Babel. Dort konnten sich die
Menschen nicht mehr verständigen, wurden sich so fremd, dass die Stadt
sich auflöste und verlassen wurde.
Miteinander leben ist eine schwere aber lohnende
Aufgabe. Sie funktioniert nur, wenn Menschen einander respektieren und
verstehen. Nur, wer offen ist, vom Anderen Neues und Gutes zu
erwarten, wird profitieren können. Die Pfingstgeschichte in der Bibel
findet ihren Höhepunkt darin, dass alle Menschen miteinander reden und
aufeinander hören können: Und das kommt ihnen wie ein Wunder vor. Sie
sind „begeistert“. Wir müssen noch viel tun, für ein vielstimmiges
Miteinander in unserer Stadt, bis wir es ebenso empfinden können. Aber
es lohnt allemal.
von Pfarrer Dietrich Bardens, Ludwigshafen–Süd
gefunden im Internet von Lutz Vogt
Eine Frage des Blickwinkels
Eine Geschichte, die mich schon als Kind fasziniert
hatte und die mich immer noch beschäftigt, ist die von David und
Goliath. Ganz abgesehen von dem Ärger, den ich bekam, als ich als Kind
diese Geschichte nachspielen wollte, mir eine Schleuder gebastelt habe
und feststellen musste, dass ich nicht Davids Treffsicherheit habe.
Die Geschichte hat mich schon immer fasziniert.
Die Geschichte aus erste Samuel 17 ist ja eine der
bekanntesten der Bibel, und es ist erstaunlich, dass man immer wieder
etwas Neues sieht, wenn man diese alt bekannten Geschichten liest.
Was geschehen ist, ist schnell erzählt. Die
Israeliten unter ihrem König Saul führen Krieg gegen die Philister.
Diese fordern einen Zweikampf der zwei besten Kämpfer und stellen auf
ihrer Seite Goliath auf, einen Riesen von ca. 3,10m, eine Krieger von
Jugend auf. Der verspottet das Volk Israel und seinen Gott und keiner
hat den Mut, sich gegen diesen Kämpfer zu stellen, auch Saul nicht.
Bis dann David kommt, ein Hirtenjunge, noch nicht
alt genug, um in den Krieg zu ziehen. Der bietet sich an, gegen
Goliath zu kämpfen.
Der Rest der Geschichte ist bekannt. Die Frage, die
mich beschäftigt ist, was war bei David anders als bei den ganzen
Kriegern Israels??
Ich glaube es hat alles mit dem Blickwinkel
angefangen, in dem sie Goliath gesehen haben. Das ganze Heer,
inklusive dem König, sah einen unüberwindbaren Giganten, mit dem man
sich besser nicht anlegen sollte. Die sagten sich: „Der ist so groß,
gegen den kann keiner etwas ausrichten!“
Als David Goliath sah, sagte er sich so etwas wie:
„Der ist so groß, da kann ich gar nicht vorbei schießen, den treffe
ich auf jeden Fall!“
Alle sahen das Gleiche, doch David nahm etwas
anderes wahr als die anderen. Da, wo alle den überdimensionalen Mann
sahen, da sah David den Ungläubigen, da wo, alle den trainierten
Kämpfer sahen, da sah David den Gotteslästerer. Und da, wo ihre
Wahrnehmung alle in die Angst und in die Unfähigkeit trieb, da trieb
seine Wahrnehmung David in den Kampf und in den Sieg.
Als David Saul vorgestellt wurde, der ihn bis dahin
nur als seinen Musiktherapeuten kannte (1. Sam. 16,14-23), da erklärte
David, wo sein unterschiedlicher Blickwinkel her kam. Er erzählte, wie
er als Schafhirte sowohl gegen Bären als auch gegen Löwen gekämpft hat
und wie Gott ihm den Sieg gab. Davids Logik baute sich von daher recht
einfach auf. Er sagte, da, wo Gott ihm Sieg gegeben hat über Bären und
Löwen, da kann er ihm auch Sieg geben gegen einen ungläubigen
Gotteslästerer. David sah da keinen Unterschied.
Mit dieser Gewissheit, dass Gott den Sieg bringt,
ging er in diesen Kampf und errang einen Sieg, von dem noch heute
gesprochen wird.
Was hat diese Geschichte aber nun mit uns zu tun??
Unsere Probleme sind oft wie Goliathe in unserem Leben. Sie stehen vor
uns wie Giganten, unüberwindbar. Und unsere Probleme verhöhnen uns und
lästern unseren Gott. Denn jedes Problem in meinem Leben, das ich
dauerhaft nicht in den Griff bekomme, sagt ja, dass Gott nicht die
Macht hat, mir ein wirklich neues Leben zu geben. Unsere Probleme
legen sich somit mit Gott an, genau wie Goliath sich letztendlich mit
Gott angelegt hat.
Wir müssen den Blickwinkel Davids lernen. Er
erinnerte sich an die Hilfe Gottes, die er schon erfahren hatte, und
gründete darauf das Vertrauen, dass er brauchte, um das nächste
Problem anzugehen. Auch wir müssen lernen, zuerst auf das zu sehen,
was Gott schon getan hat, in unserem Leben und in anderen, denn daraus
wächst der Glaube, dass Gott auch wieder eingreifen wird.
Deshalb lasst uns nicht auf die Goliathe in unserem
Leben schauen und verzweifeln, sondern lasst uns aufschauen zu Jesus,
dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens (Heb. 12,2) und von ihm
die Hilfe erwarten, die er gerne gewährt.
Erich Lotz junior
Mitarbeiterbesprechung
Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom
13.05.2004: Heiner beginnt mit einer Lesung aus
3. Mose 23,31 und Matthäus 7,12, einer Auslegung und Gebet.
1. Termine
Festlegung der Termin für den Monat Juni.
2. Gemeinsamer Gottesdienst der
Mennonitengemeinden
Am Donnerstag, den 24.06.2004, findet ein
Vorbereitungsgespräch zum gemeinsamen Gottesdienst der drei
Mennonitengemeinden Neustadt a, 12. September 2004 statt. Wo
es stattfindet und wer daran teilnimmt, steht noch nicht fest.
3. Spendenaufrufe
Christel hat mehrere Spendenaufrufe für
Gemeinden oder Gemeindeglieder bekommen. Gespräch darüber.
4. Fragebogen des Verbands
Den ganzen Abend verbrachten wir mit dem
Ausfüllen eines achtseitigen Fragebogens des Verbandes über
eine statistische Erhebung der Situation der
Verbandsgemeinden.
Der Abend endet mit gemeinsamem Gebet.
Christel Lotz
Wo wir auf Jesus sehen,
geht der Blick von der Notlage zum Notwender.
Peter Hahne, deutscher TV-Nachrichtenmoderator,
stellvertretender ZDF-Hauptstadtstudioleiter, Schriftsteller und
Mitglied im Rat der EKD
in ›Mut für den Tag‹, erschienen bei ›Johannis‹, Lahr
Das Lied von Gottes Geist
Komme, geheimnisvoller Atem, leiser zärtlicher Wind,
hauche uns an, damit wir leben, ohne dich sind wir tot!
Komme, in Feuer und in Flammen, zünd uns an wie ein Licht,
mache uns trunken von der Liebe, wir sind starr, tau uns auf!
Komme, Erfinder neuer Sprachen, gieß dich aus über uns,
rede in uns mit neuen Zungen, komm, begeistere uns!
Komme, du Tröster aller Müden, Stille mitten im Lärm,
in den Terminen schaff uns Pausen, lass uns ausruhn in Dir!
Komme vom Vater und vom Sohne,
komm, du schaffende Kraft, mache uns neu,
und unsre Erde hat eine neues Gesicht!
Lothar Zenetti
gefunden im Neukirchner Kalender von Karin
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