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EVANGELISCHE FREIKIRCHE
Wir sind für jede Gabe für | GEMEINDEBRIEF
Monte Scherbelino
Die zweite Portion!! Wir hatten gerade Pfingsten. Pfingsten ist ja, genau wie Weihnachten, ein Geburtstag. An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu, an Pfingsten die Geburt seiner Gemeinde. Und wenn ich so an Geburtstage denke, dann denke ich an feiern, beisammen sein, gut essen und natürlich auch EIS!! Gehört für mich einfach dazu, da könnt ihr gerne meine Familie fragen. Wie meine Nichte einmal gesagt hat, als sie noch kleiner war: Der Onkel, der frisst uns immer alles weg!" Da ging es darum, dass ich mal wieder da war und somit das Eis rapide zur Neige ging. Wisst ihr, der Heilige Geist ist ein bisschen so wie Eis Essen. Wenn es richtig gut ist, dann nimmt man auch gerne noch eine zweite Portion. Wie komme ich darauf, dass Gott uns den Heiligen Geist gibt, wenn wir ihn um etwas richtig Gutes bitten??? Lest mal Lk. 11,13. Was da an Pfingsten passiert ist, das war die zweite Portion, ist Euch das schon einmal aufgefallen?? Wir denken ja oft, dass der Heiliger Geist erst an Pfingsten kam, doch da war er schon da, weil Jesus ihn schon gegeben hatte. In Joh. 20,22, am Abend nach Ostern, als Jesus zu seinen Jüngern kam, ihnen seine Hände und seine Seite gezeigt hat, da hat er sie ausgesandt und gesagt: So wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch!" Und dann hat er sie angehaucht und gesagt: Nehmt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem werden sie behalten." Das war die erste Portion des wirklich Guten. Jesus hat mit diesem Hauch des Geistes die Grundlagen unseres Christseins geschaffen. Er offenbarte sich, zeigt seine Hände und seine Seite mit den Wunden, die ein Beweis seiner Liebe zu uns sind. Und viele von uns haben diesen Hauch erfahren und wissen, wie gut es ist. Eben wie so ein gutes Eis an einem heißen Tag. Die Vergebung ist einfach etwas schönes. Doch dann hat Jesus seinen Jüngern auch gesagt, sie sollen in Jerusalem bleiben und auf die Verheißung des Vaters warten (Apg. 1,4-5), denn wenn der Heilige Geist kommt, dann würden sie Jesu Zeugen sein (Apg. 1,8). Diese erste Portion des Geistes legte die Grundlage, war aber nicht genug, um den Auftrag Jesu auszuführen. Denn dazu brauchte es nicht nur einen Hauch, dazu brauchte es einen Sturm, und der kam an Pfingsten. Das mit dem Heiligen Geist ist so ähnlich wie Drachen steigen zu lassen. Es gibt solche Drachen, die haben zwei Schnüre und die kann man lenken. Ein Hauch von Wind reicht aus, um so einen Drachen fliegen zu lassen und ihn in der Luft zu halten. Doch wenn man versucht, irgendwelche Kunststücke zu machen, wenn nicht genug Wind da ist, dann stürzt der Drachen ab. Doch wenn der Wind stärker wird, dann kann man mit den Dingern alles mögliche machen und es macht richtig Spaß. Der Hauch des Heiligen Geistes hält uns in der Luft, so wie die Jünger an Pfingsten hinter verschlossenen Türen sich versteckten und warteten und den Auftrag, den Jesus ihnen gegeben hatte, andere zu Jüngern zu machen, noch nicht erfüllen konnten. Doch als der Wind des Geistes stärker und zum Sturm wurde, da war auch die Kraft da, die sie befähigte das zu tun, was Jesus ihnen gesagt hatte. Genau wie man anfangen kann, einen Lenkdrachen richtig zu fliegen, wenn genug Wind da ist. In Lk. 11 lehrt Jesus uns, dass wir den Vater um seinen Heiligen Geist bitten können. Ich möchte alle ermutigen, es mit dem Heiligen Geist so zu handhaben wie mit allem anderen, was richtig gut ist, öfter mal noch einen Nachschlag holen, wir brauchen eine zweite und dritte Portion. Und da unterscheidet sich der Heilige Geist von Eis und anderen guten Sachen: Der Heilige Geist macht nicht dick, von daher kann man auch getrost richtig zuschlagen, es ist ja auch genug für alle da. Erich Lotz
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