|
Wir sind für jede Gabe für
unser Gemeindehaus dankbar!
Stadtsparkasse Neustadt,
BLZ 546 512 40,
Konto-Nr. 400 14 631
| GEMEINDEBRIEF
Juni 2001
Grußwort
Diesmal fehlt das Grußwort, denn ich brauche den Platz für einen Artikel
zu Pfingsten. Einen schönen Juni und frohe Pfingsten wünscht Euch
Lutz Vogt
Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da
die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam
Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Johannes 20,19
Sie hatten aus Furcht die Türen verschlossen"
Ich kann mir gut vorstellen, wie es in diesem verlorenen Haufen von
Männern und Frauen ausgesehen hat, die da am Abend des Ostersonntags irgendwo in einem
Haus in Jerusalem versammelt waren. Fenster und Türen fest verschlossen, voller Furcht
vor der Welt da draußen, der Karfreitag steckte ihnen noch in allen Gliedern, ihre
Hoffnungen auf diesen Jesus waren enttäuscht, sie wussten nicht mehr weiter.
Und heute? Hinter den verschlossenen Türen spüre ich die
Zukunftsangst vieler junger Menschen heute, die alles haben, nur keinen Menschen, der Zeit
für sie hat. Ich spüre die Hoffnungslosigkeit der Alten und Kranken in einer Welt, in
der nur Erfolg, Geld, Gesundheit und Angeben zählen, und vieles mehr.
Hinter verschlossenen Türen sitzen heute auch viele Menschen, die
sensibel genug sind, die großen Leiden unserer Welt zu spüren: Umweltverschmutzung,
Kriege, Butterberge und Milchseen, mit denen wir die Hungernden der Welt verspotten. Ich
glaube aber, dass wir schon sehr ehrlich die Kälte von Angst, Hoffnungslosigkeit und
Enttäuschung erleben müssen, um das Feuer der Leidenschaft zu spüren, mit der dieser
Jesus den Paulus ergreift.
Da trat Jesus in ihre Mitte", heißt es im Evangelium weiter. Wo
Berührungslosigkeit und Gewalt Menschen beherrschen, da regiert der Tod. Wo Angst
Menschen lähmt, notwendiges Neues abgeblockt wird, wird Leben verhindert. Das Leben Jesu
ist voll von Begegnungen, in denen er Kranke heilt, Tote auferweckt, Menschen wieder in
die Gemeinschaft hineinholt. Das ist der Geist Jesu, der Heilige Geist, der Geist Gottes.
Wie ein Feuer brennt dieser Geist voller Liebe und Frieden im ganzen
Leben Jesu, in seinen Worten und Taten, brennt und blüht im leeren Grab am Ostertag und
pflanzt sich unauslöschlich fort an Pfingsten, wie in Feuerzungen, in die Herzen gläubig
gewordener Männer und Frauen - Christen!
Und da tritt Jesus in unsere Mitte, in die Mitte unserer Furcht,
wünscht uns Frieden und Heil, begeistert uns, schenkt uns seinen Geist, gibt neue
Hoffnung und Kraft. Das ist die Gnade von Pfingsten, eine Geschichte der Ermutigungen,
Sendungen, Aufbrüche, also eine Geschichte, wie wir sie auch heute in dieser Welt und
Gemeinde so nötig brauchen.
Und so sende ich Euch..." Und er sendet uns, dass wir diesen
Geist weitergeben. Er will, dass wir Christen aufbrechen und Hoffnungszeichen für die
Welt sind. So kann Leben neu werden: wenn keiner einsam sein muss, wenn wir einander mit
unserer Hoffnung anstecken, wenn wir einander auffangen, wenn einer durchhängt, uns
miteinander versöhnen, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat.
So kann Leben neu werden: wenn Menschen, die krank sind, geheilt
werden; wenn Menschen nicht satt und selbstzufrieden sind, sondern hungern nach
Gerechtigkeit, wenn wir leben dürfen, wie wir sind, mit unseren Ecken und Kanten - nicht
angepasst, bequem und pflegeleicht!
Der Geist Jesu lebt weiter in Menschen, die nicht resignieren, sondern
sich einsetzen für Frieden, für Gerechtigkeit, für die Bewahrung von Gottes guter
Schöpfung.
Und er lebt in Gemeinden, in denen einer auf den anderen zugeht, die
eine offene Hand haben für jene, um die sich sonst keiner mehr sorgt oder kümmert, die
sich einmischen, wenn über andere Menschen der Stab gebrochen wird, die ihr Geld und ihre
Zeit teilen, mit denen, die nichts mehr haben.
Und er lebt in den Gedanken und Gebeten der Menschen, die sonst nichts
mehr tun können, aber keinen Menschen vergessen, die an alle denken und für sie beten,
weil Gott keines seiner Menschenkinder vergisst.
Pfingsten ist Gottes Eingreifen gegen die Resignation der Menschen. Er
bringt Bewegung, Be-Geist-erung, Veränderungen, Feuer in unser Leben und unsere Welt.
Lassen wir uns davon anstecken!
Wie ein Feuer brennt dieser Geist voller Liebe und Friede im ganzen
Leben Jesu, in seinen Worten und Taten, er brennt und blüht um das leere Grab am Ostertag
und pflanzt sich fort und breitet sich aus - unauslöschlich - wie Feuerzungen - an
Pfingsten in die Herzen gläubig gewordener Männer und Frauen.
Lassen wir uns davon anstecken!
nach einer Predigt von 1997, im Internet gefunden von Lutz Vogt
So wenig Jesus in mir
Ich bin immer wieder gefrustet, wenn ich
merke, wie wenig von Jesus doch in mir ist. Immer wieder komme ich an Punkte, an denen ich
klar sehe, wie ich so gar nicht wie Jesus reagiere, und das, obwohl ich ein WWJD (was
würde Jesus tun) Armbändchen trage, das mich daran erinnern soll, wie Jesus zu
reagieren.
Einer dieser Punkte ist mein Verlangen nach Gerechtigkeit. Ich
wünsche mir oft, das Menschen, die mich verletzen, auch verletzt werden, oder das ihnen
das geschieht, was mir geschehen ist. Letzte Woche zum Beispiel wollte ich nach einem
langen, anstrengenden Wochenende Sonntag Abend noch etwas Fahrrad fahren. Aber mein
Fahrrad war nicht im Schuppen. Da erinnerte ich mich, dass Martin, mein Nachbar, es sich
ausleihen wollte und so musste ich warten, bis er zurück kommt. Nun, er kam ohne mein
Fahrrad! Und als ich nachfragte, wo es denn wäre sagte er, es wäre nicht da gewesen.
Ich war tief enttäuscht, dass jemand einfach mein Rad genommen hatte
ohne zu fragen. Besonders, da ich es sehr freizügig ausleihe und die Leute um mich herum
wissen, dass sie nur zu fragen brauchen.
Also hab ich angefangen, herum zu fragen, Montag hatte ich dann alle
abgeklappert und keiner hatte zugegeben, mein Bike zu haben. Da war ich sauer, und
verletzt, und enttäuscht. Viele meiner Reaktionen - und wie ich mit Menschen umgegangen
bin die letzte Woche - kam aus dieser Enttäuschung und diesem Schmerz heraus. Und ich
wünschte dem oder derjenigen, die mein Fahrrad mitgenommen hatte, alles Mögliche, nur
nichts Gutes.
Dann ist mir ein Vers aufgefallen in Hesekiel 18,23. Gott fragt
Hesekiel: Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tod der Gottlosen, und nicht vielmehr
daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?" Als ich das
gelesen habe, war ich mal wieder an so einem Punkt, an dem ich gemerkt habe, wie wenig von
Jesus in mir ist. Denn mir hätte es gefallen, wenn Der Gottlose" gestraft
worden wäre, wenn Gott in seiner Allmacht ihm eins drauf gegeben hätte. Doch Gott ist so
anders.
In Ps. 103 lesen wir ein ganzes Loblied über die Gnade Gottes und wie
er unsere Schuld uns nicht anrechnet, wie er barmherzig ist und vergibt. Dass er nicht
nach unseren Sünden handelt, sondern nach seiner Gnade. Und dieser Psalm beginnt und
endet mit einer Aufforderung zum Lob aus tiefster Seele.
Ich war beschämt, als ich erkennen musste, dass Gottes Wille, und das,
was ihm gefällt, so ganz anders ist wie das, was mir gefallen würde. Und als ich
erkennen musste, dass ich mich einer Gnade erfreue, die ich nicht bereit bin, anderen zu
gewähren. Darüber hinaus habe ich gesehen, wie wenig ich Gott und seinem Schutz
vertraue, denn ich habe mir nur noch Gedanken darüber gemacht, wie ich mich selbst
schützen könnte, damit mir in Zukunft nichts mehr weg kommt.
Es war nicht einfach, all das in mir zu sehen, und damit auch wieder
neu zu erkennen, wie sehr ich selbst Gnade und Erlösung brauche. Und ich habe angefangen,
dafür zu beten, dass Gott mir sein Herz schenkt. Und ich konnte für den beten, dass Gott
den, der mein Rad genommen hat, zur Umkehr leitet, und ihn segnet, und das Gott mich und
das, was er mir anvertraut hat, schützt.
Und ich habe einen Schlüssel gefunden, mit diesem Frust um zu gehen, so wenig Jesus in
mir zu haben. In Joh. 3,30 sagt Johannes über Jesus: Er muss wachsen, ich aber muss
abnehmen!" In dem Maß, wie Jesus in mir wächst, in dem Maß werde ich auch
abnehmen. Ich habe angefangen, einfach Jesus darum zu bitten, jeden Tag etwas mehr in mein
Leben zu kommen, in mir zu nehmen, denn damit werde ich auch mehr so denken und handeln
wie er, und weniger wie ich.
Erich Lotz junior
Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung
Auf der Mitarbeiterbesprechung am 08.05.2001 haben wir die folgenden
Themen besprochen:
1. Termine
Wir haben die Termine für Juni und die noch offenen Termine
für den Mai geplant.
2. Thomashof
Der Thomashof kann ein Grundstück kaufen und es gegen ein
direkt an den Thomashof angrenzendes Grundstück tauschen. Der Kauf wurde bereits letztes
Jahr beschlossen unter der Bedingung, dass die erforderlichen 500.000 DM durch Spenden
zusammenkommen. Von diesen 500.000 DM fehlen nun nur noch 120.000 DM, so dass alle
Gemeinden aufgerufen sind, noch einmal eine Spende zu leisten, insbesondere die Gemeinden,
die dem Beschluss damals zugestimmt haben, aber noch nichts gespendet haben.
Wir wollen am 20. Mai eine Sonderkollekte für den Thomashof machen und
an den beiden Sonntagen zuvor dazu aufrufen.
3. Hauskreis plant Alphakurs
Der Hauskreis überlegt derzeit, einen Alphakurs
durchzuführen, bei dem z.B. auch Eltern der Hauskreiskinder eingeladen werden sollen. Der
Hauskreis ist erst am Anfang der Überlegungen dazu, will aber bereits jetzt darüber
informieren und wünscht sich die Unterstützung der Gemeinde dazu, insbesondere auch im
Gebet. Da wir die Videokassetten von der Gemeinde Zweibrücken erhalten können, fallen an
Kosten nur die 7,- DM pro Teilnehmerheft an.
4. Gartenpflege
Nach Doris Lichtis Reitunfall übernimmt derzeit Georg Seitz
dankenswerterweise die Gartenpflege. Doris geht es inzwischen besser, aber noch nicht
wieder gut.
5. Besuch des Deutschhof
Wir haben eine Liste aller Aktivitäten aufgestellt, die für die Vorbereitung des
Besuchs des Deutschhofs noch erledigt werden müssen. Wir rechnen mit ca. 80 Leuten, auf
die auch die Kuchenliste etc. ausgelegt ist.
Einladung zum Sommerfest
Am 17. Juni 2001 wollen wir zusammen mit der Gemeinde vom Deutschhof
unser diesjähriges Sommerfest feiern.
Das Fest findet im Anschluss an den Gottesdienst im Hof von Trudel
Hohmann und Doris Lichti statt.
Wir laden alle dazu herzlich ein und bitten Euch gleichzeitig, Euch beim
Mitarbeiterkreis anzumelden, damit wir die ungefähre Anzahl der Teilnehmer besser
schätzen können.
Sie sind Besucher Nummer
(laut Kostenlose
Counter -- Counter.de) |