Dieser Gemeindebrief ist ein Doppelausgabe
für Juni und Juli 2006. Damit wird er sozusagen die
Ferienausgabe des Gemeindebriefs, denn Mitte Juli beginnen bei uns die
Sommerferien und für viele von uns die Urlaubszeit. Auch wir
werden im Juni Urlaub machen und einmal den ganzen Alltag hinter uns
lassen.
Leider können wir das nur wenige Wochen im
Jahr: Abstand vom
Alltag nehmen, etwas ganz anderes machen, sich im Hotel oder der
Pension verwöhnen lassen. Dann hat uns der Alltag wieder und
alles ist wie zuvor.
So ähnlich ist das manchmal auch mit dem
Gottesdienst. Da
lassen wir auch den Alltag hinter uns, fühlen uns nah an Gott,
aber nach dem Gottesdienst hat uns der Alltag schnell wieder.
Zum Glück ist es nicht wirklich so. Denn aus dem Urlaub nehmen
wir neue Kraft mit, manchmal einfach auch ein anderes
Lebensgefühl, gegen Ende des Urlaubs freuen wir uns auch auf
zu Hause. Und aus dem Gottesdienst nehmen wir so manches Mal etwas mit
in den Alltag. Mal mehr, mal weniger, aber gerade in letzter Zeit gab
es viel mitzunehmen!
Einen schönen Juni und Juli und
schöne Ferien
wünscht Euch
Lutz Vogt
Grün
ist die Hoffnung
"Denn für den Baum gibt es Hoffnung: wird er abgehauen,
so schlägt er wieder aus, und seine Triebe bleiben nicht aus."
Hiob 14, 7
Vor gut einem Monat hat es bei uns hier auf dem Hof gebrannt. Ein
ganzer Schuppen, ein breiter Zaun und sogar ein Auto sind den Flammen
zum Opfer gefallen und waren hinterher nicht mehr wiederzuerkennen,
geschweige denn noch zu gebrauchen.
Wenn jemand so etwas erlebt, dann bleiben die Bilder und die Gedanken
und auch die Angst noch sehr sehr lange im Kopf, auch, wenn bereits
alle "Trümmer" beseitigt und alle Asche weggeräumt
ist.
Natürlich ist es kein schöner Anblick, aus der
Haustür rauszugehen und auf einmal vor einer Brandstelle zu
stehen, die es ganz schön zerrüttet hat.
Auch ein großer Haselnussbaum hat etwas abbekommen: Eine
Seite ist von den Flammen ziemlich verkohlt und angegriffen, die
Blätter sehen aus wie im späten Herbst und wir waren
uns lange nicht sicher, was jetzt mit diesem eigentlich sehr
schönen Baum passieren soll.
Vorgestern habe ich dann aber eine Entdeckung gemacht, die
schöner nicht hätte sein können: In den
verkohlten Zweigen und Ästen sah ich etwas grünes und
als ich genauer hinsah, zeigten sich mir kleine Triebe und bereits
kleine Zweige mit leuchtend grünen Blättern, mitten
zwischen den ausgetrockneten!
Bei diesem Anblick dachte ich sofort an Gott: Dieser Baum
lässt sich als Symbol sehen, natürlich ist er
gezeichnet von dem Geschehenen, doch trägt er nun auch noch
ein ganz anderes und belebenderes Zeichen mit sich: Hoffnung! Dieser
Anblick der kleinen zierlichen grünen Zweige hat das Herz
wieder höher schlagen lassen und einem ein Lächeln
auf das Gesicht gezaubert. Gott hat gezeigt, dass er selbst dort, wo
alles leblos und vergangen scheint, neue Triebe, neues Leben und neue
Hoffnung säen kann.
Ich denke, man kann es auch als allgemeines Zeichen für uns
sehen: Gott schenkt uns Hoffnung, auch wenn wir das Gefühl
haben, dass wir schon längst dort angekommen sind, wo es
für uns keinen Ausweg mehr gibt. Er ist der grüne
Zweig, das Symbol für Leben und neuen Lebensmut!
Ich wünsche dir für diesen Tag, dass Gott auch DICH
heute belebt und du vielleicht an einem schönen Ort einen
kräftigen grünen Zweig siehst, der dich daran
erinnert, dass du deinen Lebensmut immer wieder aus deinem himmlischen
Vater schöpfen kannst!
Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 10.07.2006:
1. Termine
Wir haben die Termine für August und September und soweit es ging für den Rest des Jahres festgelegt.
2. Rückblick auf Predigt von Bruder Hornischer
Die Predigt fand ein sehr positives Echo
3. Gemeinsamer Gottesdienst der 3 Mennonitengemeinden in Neustadt
Hier einige organisatorische Infos für den 3. September:
- Jede Gemeinde macht einen kurzen Beitrag.
- Die Kinderstunde wird durch die Brüdergemeinde und die
Missionsgemeinde durchgeführt. Wir stellen dazu unsere Räume
zur Verfügung
- Bitte bringt alle Salat und Kuchen für das gemeinsame Mittagessen und das Kaffeetrinken mit!
4. Vertretung in den Gremien von DMMK und Thomashof
Christel und Erich legen die Delegation für diese Gremien nieder. Wir danken ihnen sehr für ihren Dienst!
Es wird jemand von der Gemeinde gesucht, der Interesse hat, die Gemeinde bei den Tagungen zu vertreten
5. Gemeindefreizeit
Wir überlegen, ob wir in 2007 wieder eine Gemeindefreizeit auf dem
Thomashof machen. Der Thomashof wird angefragt, ob noch Termine frei
sind.
Jürgen Schowalter