MENNONITENGEMEINDE BRANCHWEILERHOF
EVANGELISCHE FREIKIRCHE
Wir sind für jede Gabe für Besuchen Sie auch unser Gemeindebrief - Archiv mit allen Ausgaben seit 1998
|
GEMEINDEBRIEF
Zum dritten mal folgen wir nun Elia und Elisa auf ihrem Weg. Elia soll von Gott weggenommen werden und sagt Elisa immer wieder, das er zurückbleiben soll, doch Elisa will das, was Elia hat und bleibt bei ihm. Wir haben in den vergangenen Monaten angefangen, in diesem Weg wichtige Stationen und Prinzipien zu sehen, die auch uns zu einer "doppelten Salbung" führen. Es war uns auch schon aufgefallen, dass Josua auf seinem Weg, das verheißene Land einzunehmen, an den gleichen Orten vorbei kam und auch für ihn waren diese Orte entscheidende Stationen. Bis jetzt waren wir mit Elia und Elisa zuerst in Gilgal, dem Ort der Beschneidung oder Bekehrung, wo die Reise begann, und in Beth-El, dem Haus Gottes, dem Ort der Begegnung mit Gott, wo er Visionen schenkt. Wir befinden uns immer noch in 2. Könige 2. Wenn wir nun weiter lesen, dann bleiben Elia und Elisa nicht im Haus Gottes, in Beth-El, sie gehen weiter nach Jericho. Jericho wird den meisten von uns ein Begriff sein. Es war diese große, befestigte Stadt, dieses Bollwerk, dem Josua gegenüber stand als er in Kanaan einmarschierte. Dabei müssen wir uns eins klar machen. Jericho war die erste große Herausforderung, der Josua sich alleine, ohne Mose im Hintergrund, stellen musste, und das erste mal, das er etwas tun musste, das er nicht vorher gesehen hatte, dieses Mal musste er Gott ganz persönlich hören. Man kann nun sagen, dass das Teilen des Jordans ja wohl auch nicht ganz ohne war, als die Israeliten trockenen Fußes in das verheißene Land einmarschiert sind, doch das war für Josua nicht so ganz neu. Er war schon bei der Teilung des Roten Meeres beim Auszug aus Ägypten dabei gewesen, das war etwas, das er schon einmal gesehen hatte. Und auch die Beschneidung, die Erneuerung des Bundes mit Gott, hatte er schon einmal miterlebt unter Mose. Bis zu Jericho bewegte sich Josua im Bereich seiner bisherigen Erfahrung. Er war auch ein geschulter, erfahrener Feldherr, der sich in vielen Schlachten in der Wüste bewährt hatte und der sein Handwerk verstand, doch hatte er noch nie mit einer Stadt zu tun gehabt. Die Mauern schreckten den an den Kampf im offenen Feld gewohnten Feldherrn zurück. Doch in dieser Situation tut Josua, was er Mose immer und immer wieder hat tun sehen. Er macht sich ein Bild der Lage und sucht Rat bei Gott. In Josua 5,13 sehen wir, dass er bei Jericho steht und seine Augen aufhebt, da sieht er einen Mann mit gezücktem Schwert. Es ist eine der Stellen im Alten Testament, wo Jesus persönlich erscheint, denn dieser Mann stellt sich vor als der Fürst über das Heer des Herrn, eine Rolle in der Jesus, das Wort Gottes, in Offb. 19 wieder auftaucht. Auch betet Josua diesen Mann an und wird nicht daran gehindert, so wie die Engel es immer verweigern, wenn Menschen sie anbeten wollten. Und Jesus fängt an, Josua konkrete Anweisungen zu geben, wie er Jericho einnehmen soll. Josua fängt an, Gott so zu hören, wie Mose ihn gehört hat, und er macht seine eigenen, ganz neuen Erfahrungen mit Gott. Jericho ist auch für uns immer wieder ein Knackpunkt. Denn auch wir kommen immer wieder an den Punkt, wo wir Entscheidungen treffen müssen, oder Probleme haben, die weiter reichen als unsere Erfahrung, die wir bis jetzt gemacht haben, und in denen wir alleine stehen und uns nicht an einem Vorbild orientieren können. Wir tragen die Verantwortung und müssen lernen, Gott nun selbst zu hören, dass es manchmal niemand anderes für uns tun kann. Diese Situationen sind wie ein Jericho, groß, furchterregend, uneinnehmbar. UNMÖGLICH! Wenn wie in unserem Leben mit Gott weiter kommen wollen, dann kommen wir an Jericho nicht vorbei und an der Lektion, die Josua dort gelernt hat. Jesus alleine, persönlich zu begegnen und seine Stimme zu hören. Jesus sagt von sich selbst, dass er der gute Hirte ist und das seine Schafe seine Stimme hören (Joh. 10,27). Wir müssen lernen, uns nicht nur an anderen Menschen zu orientieren, sondern Jesus direkt zu begegnen und seine direkten Anweisungen zu empfangen. Denn wenn wir diese Anweisungen empfangen und ihnen folgen, dann werden wir wie Josua sehen, dass die Mauern in unserem Leben anfangen zu fallen. Den nächsten Monat begeben wir uns weiter auf dem Weg an den Jordan. Erich Lotz junior
Liebe Geschwister, am 1. August 2000 beginnt Dr. Alejandro Zorzin, unser neuer Pastor, seinen Dienst in der Mennonitengemeinde Kohlhof. Wir freuen uns auf die Zeit mit ihm und sind gespannt auf das Miteinander. Ebenfalls im August wollen wir den Um- und Ausbau unseres Gemeindehauses fertig stellen. Seit einem Jahr arbeiten wir mit viel Engagement an diesem Projekt. Wir laden Euch ein, mit uns zu feiern! Am 20. August 2000 um 14:00 Uhr wollen wir zunächst mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche auf dem Kohlhof Alejandro Zorzin in unsere Gemeinde einführen und für seinen Dienst segnen. Im Anschluß an den Gottesdienst wollen wir Euch unser umgebautes Gemeindehaus vorstellen und laden Euch zu einem gemütlichen Miteinander bei Kaffee und Kuchen ein. Raum für eventuelle Grußworte zur Einführung von Alejandro Zorzin wird zum Ende des Gottesdienstes sein. Mit herzlichen Grüßen, |
Besuchen Sie auch unser Gemeindebrief - Archiv mit allen Ausgaben seit 1998